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Richtlinien für die sachgemäße Verwendung von Umkehrosmosemembranen

06.02.2026
  1. Warnung! Diese unsachgemäße Bedienung kann die Umkehrosmosemembran direkt beschädigen.

Die Leistung von Umkehrosmosemembranen scheint stabil zu sein, doch kleinere Bedienungsfehler können zu vorzeitigem Ausfall führen, wobei sich die Probleme hauptsächlich auf drei Kategorien konzentrieren.

Restgas, das unter hohem Druck nicht vollständig verdrängt wird, kann dazu führen, dass der „pneumatische Hammer“ die Membran beschädigt.

Wenn Restgas im Inneren der Anlage unter Hochdruckbedingungen arbeitet, kann dies einen „Wasserschlag“ verursachen, der direkt auf die Membranelemente einwirkt und zu physikalischen Schäden führt. Diese Situation tritt häufig in zwei Szenarien auf:

Beim Neustart des Geräts ist das Gas noch nicht vollständig entfernt: Nach der Entlüftung des Geräts kann der Betrieb wieder aufgenommen werden. Wird die Luft nicht vollständig entfernt und der Druck rasch erhöht, kann das Restgas die Membran stark beschädigen. Die korrekte Vorgehensweise ist, zunächst mit einem niedrigen Druck von 2–4 bar zu arbeiten und den Druck erst dann schrittweise zu erhöhen, wenn im Durchflussmesser keine Blasen mehr sichtbar sind (was auf die vollständige Entlüftung hinweist).

Mangelhafte Rohrleitungsabdichtung ermöglicht Lufteintritt: Wenn die Verbindung zwischen der Vorbehandlungsanlage (z. B. Mikrofilter) und der Hochdruckpumpe undicht oder nicht ordnungsgemäß abgedichtet ist, führt eine unzureichende Vorbehandlungswasserzufuhr (z. B. reduzierter Durchfluss aufgrund eines verstopften Mikrofilters) zu einem Unterdruck in der Rohrleitung und damit zum Ansaugen von Luft. Abhilfe schaffen die umgehende Reinigung oder der Austausch des verstopften Mikrofilters, die Überprüfung und Reparatur undichter Rohrleitungen sowie die Sicherstellung, dass während des Betriebs keine Luft eindringt.

  1. Eine falsche Abschaltmethode führt zu Filmablagerungen und Verunreinigungen.

Viele glauben, dass „Abschalten = sofortige Stromabschaltung“ bedeutet, doch dies kann versteckte Risiken für RO-Membranen bergen, die hauptsächlich zwei Probleme betreffen:

Eine Druckreduzierung ohne Spülung kann zu Ablagerungen auf der Konzentratseite führen: Während des Betriebs einer Umkehrosmosemembran ist die Konzentration anorganischer Salze auf der Konzentratseite deutlich höher als im Speisewasser. Wird der Druck beim Abschalten ohne gründliche Spülung rasch reduziert, lagern sich die anorganischen Salze im Konzentrat an der Membranoberfläche ab und bilden mit der Zeit Ablagerungen, die die Membranporen verstopfen und die Filtrationseffizienz verringern.

Spülen mit Wasser, das chemische Reagenzien enthält: Einige Anwender spülen die Membranelemente mit Vorbehandlungswasser, das chemische Reagenzien enthält. Dies ist jedoch nicht empfehlenswert. Während Anlagenstillständen kann das Wasser mit chemischen Reagenzien mit der Membran reagieren oder Rückstände hinterlassen, die die Membran verunreinigen und die Qualität des nachfolgenden Abwassers beeinträchtigen.

  1. Unzureichende Desinfektion und Wartung können zu einer mikrobiellen „Besiedlung“ der Membran führen.

Polyamid-Verbundwerkstoffe sind ein gängiges Material für Umkehrosmosemembranen, weisen jedoch einen Nachteil auf: eine geringe Beständigkeit gegenüber Restchlor. Werden Desinfektionsmittel wie Chlor während des Betriebs nicht korrekt dosiert und gleichzeitig die mikrobielle Kontamination nicht ausreichend beachtet, vermehren sich Bakterien und Mikroorganismen im Wasser auf der Membranoberfläche und bilden Biofilme. Dies verstopft nicht nur die Membranporen, sondern führt auch zu einer mikrobiellen Kontamination des auslaufenden Wassers (hier liegt die Hauptursache für die unzureichende Keimbelastung des Reinwassers vieler Hersteller).